Ichthys e.V. Historie

Der Verein Ichthys e.V. wurde im Dezember 2003 in Berlin Mitte gegründet. Als Vereinsräume diente ab Juni 2005 die ehemalige Privatwohnung des Pfarrers, Kirchenhistorikers, Bürgerrechtlers und späteren EU-Politikers Wolfgang Ullmann in der Tieckstraße 17, in der dieser 1989 erste Treffen zur Gründung des Runden Tisches in Bürgerrechtskreisen ermöglichte und viele namhafte Politker der Wendezeit empfing. Der Gedanke der Bürgerbewegung 1989, Absage an Prinzipien der Ausgrenzung und Unmenschlichkeit zu erteilen und stattdessen Aufklärungsarbeit durch offenes Gespräch zu leisten, blieb an diesem Ort auch nach der Wende weiter lebendig und fand auch in die Vereinsgründung von Ichthys e.V. Eingang. Ichthys ist ein griechisches Wort und bedeutet Fisch, gleichzeitig war es den Urchristen in Zeiten der Verfolgung durch die Römer ein Erkennungszeichen für die Zugehörigkeit zum Christentum. Die alttestamentliche Geschichte vom Propheten Jona, der störrisch vor seinem göttlichen Auftrag fliehen möchte und schließlich, ins Meer geworfen und von einem großen Fisch verschluckt, dort einen Schutzraum und Ort der Umkehr findet, war zur Vereinsgründung ein wichtiges Sinnbild. Ichthys e.V. ist seit 2003 als gemeinnützig mit dem Vereinszweck Bildung, Erziehung und Gesundheitspflege anerkannt und tätig.

 

Ab Juni 2005 fanden in den Vereinsräumen durchgehend täglich über 7 Jahre anthroposophische Arbeitskreise in einem Kreis von 10-15 Teilnehmern statt. Nicht nur die Grundlagenwerke Rudolf Steiners, auch andere Themen erweiterten über die Zeit das Arbeitsprogramm: Gesunde Ernährung, Eurythmie, Heilarbeit mit ätherischen Ölen, Aura-Heilarbeit, Arbeit am Dynamischen Tierkreis und spirituelle Mathematik. Außerdem fanden regelmäßig die Heilarbeit von Rebekka Ullmann und Eva-Maria Hövener, Ayurvedische Massagen statt. Desweiteren gab es Angebote für Nachhilfeunterricht in Mathematik, Geschichte und Französisch. Bereits seit 2005 wurde Ichthys e.V. auch als offener Raum für neue Initiativen genutzt. Die Inititative „Land und Leute“, eine Versorgungsgemeinschaft, die vom Land aus Berlin mit Bio-Produkten belieferte, wurde von einem Brandenburger Demeter-Landwirt in den Vereinsräumen begründet. Später wurde, inspiriert durch die Arbeit des Vereins, das Café „blaugold“ in der Novalisstraße in Berlin-Mitte eröffnet, wo hausgemachte Brote, Tartes, Suppen, Kuchen und eigens kreierte Getreidecrèmes verkauft wurden. Der große Wendepunkt in der Arbeit des Ichthys e.V. war der Erwerb mehrerer Grundstücke in Augzin und Mestlin dank großzügiger Spenden und Darlehen vieler Vereinsmitglieder und Freunde. Hier konnte und kann die Arbeit des Vereins auf eine viel breitere und größere Grundlage gestellt werden. Der Forsthof Mestlin als Heil- und Gemeinschaftszentrum ist der neue öffentliche und kulturelle Mittelpunkt der Vereinstätigkeit. Über regelmäßig stattfindende Veranstaltungen zu heilerischen, künstlerischen, pädagogischen Themen sowie zu Theaterveranstaltungen können Sie sich unter AKTUELLES informieren oder uns einfach unter KONTAKTE ansprechen.